
Gedanken zur Finanzkrise
Vor einigen Wochen dachte ich noch, die Finanzkrise würde an unserer kleinen Firma spurlos vorbeigehen.
Ich hatte mich mal wieder getäuscht.
Viele kleinere und größere Kunden sind nun nicht mehr in der Lage, ihre Rechnungen pünktlich zu bezahlen.
Dies sorgt bei mir jeden Morgen für neuen Unmut, wenn ich unser Firmenkonto auf Zahlungseingänge kontrolliere.
Und jeden Morgen stelle ich mir die Frage, wie dies passieren konnte.
Mit den meisten unserer Kunden pflegen wir teilweise schon seit längerer Zeit gute Beziehungen. Daher weiß ich, dass es sich bei keinem von ihnen um leichtfertige Zeitgenossen handelt, sondern um wirklich seriöse Unternehmen.
Zum Nachdenken brachte mich auch, dass schlagartig Alle Probleme bekommen haben.
Jeder, der aufmerksam die Beiträge zur Finanzkrise in den Massenmedien verfolgt hat, kennt die Verursacher der augenblicklichen Probleme.
Die multinationalen Finanz-Unternehmen.
Aber nicht nur diese.
Auch Ihre kleine Sparkasse vor Ort hat versucht, sich ein Stück von dem großen Spekulationskuchen abzuschneiden. Mit Ihren Spareinlagen!!!
Heute ist die Kohle verzockt und alle blasen Trübsal. Inklusive mir.
Dabei hatte ich doch immer dafür gesorgt, mein kleines Unternehmen seriös und ohne Risiken zu führen. Dazu gehört auch, dass wir unsere Firma komplett ohne Fremdfinanzierungen aufgezogen haben. Und jetzt haben auch wir den Salat...
Um den Auswirkungen der Krise entgegen zu wirken, spannte „Papa Staat“ (Oder sollte man besser Mama sagen? Wir sind ja schließlich Kanzlerin.) einen großen Rettungsschirm auf.
Banken wurden mit Milliardenbeträgen unterstützt und es wurden staatliche Bürgschaften für die großen Unternehmen vereinbart.
Dabei haben die uns die Suppe doch eingebrockt!
Wenn man dann noch weiß, dass diese multinationalen Konzerne nur etwa 10 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland stellen und der Rest von kleinen, mittelständischen Unternehmen wie dem meinem kommt, fragt man sich, wieso die Hilfen auf so merkwürdige Weise verteilt werden.
(Von meinen Telefonaten mit dem Deutschen Wirtschaftsministerium in der Sache, berichte ich an anderer Stelle gesondert.)
Was mich an der ganzen Geschichte sehr wundert ist, dass noch vor einem Jahr gejammert und geklagt wurde, dass Deutschland kein Geld mehr habe.
Schulen verfielen vor unseren Augen. Hartz4-Empfänger wurden mit willkürlich festgelegten Beträgen unterstützt, die tatsächlich unter dem Existenzminimum lagen, wie auch unsere höchsten Richter inzwischen richtig festgestellt haben.
Im Gesundheitssektor wurden massive Einsparungen vorgenommen, obwohl die Krankenkassen tatsächlich Milliarden-Gewinne einfuhren usw. usf..
Und plötzlich zaubert Mama Deutschland, wie der große Zampano, Milliardenbeträge auf den Tisch und verteilt sie mit vollen Händen?
Wie ist denn das nur möglich?
Die Antwort ist einfach. Man druckt ganz schnell neues Geld!
Geht doch nicht sagen Sie?
Doch es geht.
Schon vor Jahren wurde das Geld in allen westlichen Staaten vom Jahres-Brutto-Inlands-Produkt (Was für ein Wort...) bzw. von der Golddeckung entkoppelt.
Es ist nun nicht mehr nötig, Goldreserven oder Wirtschaftskraft in der Menge bereit zu halten, wie Geld im Umlauf ist!
Für die Banken war das eine feine Sache. Wenn diese neues Geld benötigten, druckten sie es einfach nach.
Dank der internationalen Finanzsysteme brauchen sie heute nicht mal mehr drucken, sondern schaffen auf virtueller Ebene einfach neues Geld. Wie im Märchen vom Goldesel.
Jeder, der in der Schule nicht ständig geschlafen hat, fragt sich an dieser Stelle, wie dies möglich ist.
Schließlich steht am Ende jeder virtuellen Zahlungskette jemand, der Summe X auch auf seinem Konto sehen will, um damit am nächsten Morgen seine Brötchen in der Bäckerei zu bezahlen.
Also, dass aus dem virtuellem Geld von Mama Merkel ja schließlich auch irgendwann reales Geld werden muss.
Außerdem will ihr Stiefkind Peer Steinbrück (Den viele Schweizer nach der Erpressung der dortigen Banken, nur noch Schweinbrück nennen...) die Marie ja auch irgendwann wieder in seinen persönlichen Staatskassen klingeln hören.
Mama Merkel und Co bedienen sich da eines ganz einfachen Tricks, der seit der Erfindung des Geldes schon immer gut funktioniert hat.
Das Zauberwort heißt Inflation!
Irgendwie muss sich unser aller Mama die Kohle schließlich zurückholen.
Wie man es dreht und wendet, es bleibt keine weitere Option. Höchstens noch ein schöner Krieg, an dem sich der konzerneigene Staat Deutschland wieder sanieren könnte.
Im Klartext bedeutet dies, dass die Verursacher der Krise mit unserem Geld gemästet werden und wir in einigen Jahre die Zeche an der Supermarktkasse in Form überhöhter Preise zurückzahlen.
Als wenn die Inflation durch die Einführung des lieben Euro nicht schon reichen würde, was jede Hausfrau nach einem Blick in ihr Haushaltsbuch bestätigen kann.
Auch wenn das Statistische Bundesamt Jahr für Jahr erneut versucht, uns mit gefälschten Statistiken vom Gegenteil zu überzeugen. Aber dazu mehr in einem anderen Beitrag.
Wir werden im Moment also gleich mehrfach über den Tisch gezogen.
Einmal mit dem Verlust von Arbeitsplätzen, Firmenzusammenbrüchen und Ähnlichem. Und in kurzer Zeit mit einer sehr hohen Inflation, die vermutlich eine noch größere Krise verursachen wird, als die, welche im Augenblick bekämpft wird.
Da unsere Politiker die Folgen ihrer Handlungen jedoch nur in Legislatur-Perioden planen, können sie sich heute hinstellen und lächelnd weiter Geld über das Land ausstreuen.
Wenn die Konsequenzen kommen, haben die dummen Bürger doch eh längst vergessen, wer die wirklichen Verursacher des Problems waren.
Die Politiker von heute sind dann längst nicht mehr im Amt und genießen die Früchte ihrer Schandtaten irgendwo unter südlicher Sonne.
Vielleicht kommen ja ein paar hierher nach Gran Canaria? Ich würde mich dann sehr über ein persönliches Vier-Augen-Gespräch freuen...:-)
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