
Schlechte Erfahrungen mit deutschen Landsleuten auf Gran Canaria
In den letzten Tagen und Wochen sind mir derartig viele Dinge „sauer aufgestoßen“, dass ich sie einfach mal aufschreiben möchte. Nicht ohne den Hintergrund, dass die wenigen vernünftigen Deutschen, die auf die Insel kommen, vor ihren deutschen Landsleuten gewarnt sein mögen.
Eins möchte ich schon einmal vorweg nehmen: Jeder, der den Wunsch hat, nach Gran Canaria auszuwandern, sollte sich immer wieder einen Spruch vor Augen halten:
„Gott schütze mich vor Sturm und Regen und vor Deutschen, die im Ausland leben“. (Besser sollte es heißen „Deutsche, die auf Gran Canaria leben“).
Langsam lässt mich das Gefühl nicht mehr los, dass es kaum noch vernünftige Menschen auf der Insel gibt. Wenn doch....wo seid Ihr?
Vor einigen Monaten haben mein Mann André und ich zusammen gesessen und uns über die letzten Monate hier auf der Insel unterhalten. Dabei stellten wir fest, dass wir zu kaum Jemandem, den wir in der Anfangszeit auf Gran Canaria kennen gelernt haben, noch Kontakt hatten. Damals waren es knapp 20 Leute, die uns dermaßen enttäuscht hatten, dass wir es für angebrachter hielten, keinen Kontakt mehr mit ihnen zu pflegen. Heute sind es noch mehr Leute, die unsere Großzügigkeit gerne in Anspruch genommen haben.
Leider haben diese Leute ganz schnell wieder vergessen, wie oft man für sie da war und dass man ihnen recht häufig aus der Patsche geholfen hat.
Ich frage mich immer wieder, was aus der Hilfsbereitschaft geworden ist? Gibt es die nicht mehr?
Ich selber wurde so erzogen, dass es sich so gehört, anderen Menschen zu helfen. Vielleicht gehöre ich da zu den Urgesteinen, die langsam aber sicher vom Aussterben bedroht sind? Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es noch vor einigen Jahren viele Leute meines Alters (Jahrgang 1973) gab, die so dachten wie ich. André gehört auch zu diesen Menschen. Im Osten waren die Leute zu früheren Zeiten auch wesentlich hilfsbereiter. Mag sein, dass es in Gesamt-Deutschland heute auch anders aussieht. Ich kann da schlecht mitreden, weil ich ja seit über vier Jahren nicht mehr da war.
Auf Gran Canaria haben wir (bis auf einen Deutschen und eine Österreicherin) keine netten deutschen Landsleute kennenlernen dürfen. Abzocker kennen wir zur Genüge und Leute, die sich jeden Handschlag bezahlen lassen, hängen uns mittlerweile auch zum Halse raus. Die machen nicht einen Finger für Dich krumm, bevor sie nicht die Hand aufgehalten haben, um abzukassieren.
Wir haben heute beschlossen, uns jetzt mal eine Weile genauso zu benehmen. Ich bezweifle zwar, dass uns das gelingen wird. Aber einen Versuch ist es wert!
Wenn sich trotzdem Jemand angesprochen fühlt und ähnliche Erfahrungen gemacht hat, soll mich doch einmal anschreiben. Ich würde mich über eine kurze Nachricht freuen.
Alle anderen, besonders die Abzocker unter Euch, könnt mir getrost den Buckel runterrutschen und seht zu, dass Ihr mir möglichst nicht mehr über den Weg lauft.
So, jetzt habe ich endlich mal den Frust raus gelassen und gleichzeitig neue Auswanderer der Insel vorgewarnt.
Ich bin froh, dass wir nicht im touristischen Süden wohnen, wo unsere deutschen Landsleute gleich in Scharen aufkreuzen. Abseits der deutschen Ghettos, so wie hier im Osten der Insel, kommt man mit den Kanarios hervorragend zurecht. Bislang haben wir nur gute Erfahrungen mit den Einheimischen gemacht und können Jedem nur empfehlen, sich eine Wohnung fernab vom Süden zu suchen. Auch wenn sich das jetzt alles etwas negativ anhört, ich bin glücklich und zufrieden, dass ich hier wohnen darf. Auf die Gesellschaft der Abzocker-Deutschen kann ich bestens verzichten.
Um nicht in die gleiche Falle zu tappen wie wir, sollte man frühzeitig beginnen, spanisch zu lernen, so dass man nicht auf die Hilfe der „netten“ deutschen Landsleute angewiesen ist.
Und wenn Ihr merkt, dass sich irgendjemand auffällig um Euch bemüht, seid gewiss, der macht das nicht ohne Grund und will nur Euer Bestes- nämlich Euer Geld!
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Kommentare
Gute Leute, schlechte Leute
Ich bezeichne mich als ein guter und hilfreicher Mensch, jedoch habe immer wieder festgestellt, dass am Ende versucht jeder dich auszunuetzen. Nun mache ich es anders. Dadurch dass es mir gefaellt Menschen zu helfen und meine Erfahrungen weiter zu geben, mache es aus Gefaelligkeit und erwarte gar nichts zurueck, so werde ich nicht mehr enttaescht.
Allerdings bin immer noch sauer, dass so bloede hereingefallen bin auf ein Familienvater, der immer "Freund" sagte und ich dachte.....Freund? der will was!!
ein Moment der Schwaeche nutzte dieser Barbar aus um mir eine groessere Summe Geld als "Geliehen" zu entziehen. Nach fast 4 Jahren Kampf, habe nun endlich vom Gericht recht bekommen und kann mit einem Gerichtsbeschluss, die Summe von 12.000 Euro von Herrn Gerald Scharrer verlangen. Also falls Jemand mit diesem Menschen auf Gran Canaria Geschaefte machen moechte ( er ist Oesterreicher und gibt sich als serioeser Geschaeftsmann aus ) dann bitte vorsicht. Nachdem ich Nachforschungen gestellt habe, bin ich nicht der Einzige, der auf diesen Menschen hereingefallen ist.