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Wohin geht die Reise?

Vor einigen Tagen haben wir uns im Fernsehen eine Dokumentation über die derzeitige Schulsituation in Deutschland angesehen. Mittlerweile wird ja richtig viel getan für Schulschwänzer oder Jugendliche, die in der Schule mit dem Unterrichtsstoff oder den Mitschülern nicht zurecht kommen. Schulschwänzer werden praktischer Weise mit dem Taxi in die Schule gekarrt und ein Schul-Coach kümmert sich darum, dass das Miteinander unter den Schülern besser klappt. So etwas gab es zu meiner Zeit noch nicht...

Schon vor einigen Jahren habe ich mich gefragt, wieso einige Schüler derart aus dem Ruder laufen, andere aber wiederum nicht.

Mittlerweile ist mir klar, dass nicht die Jugendlichen selber Schuld sind, sondern der Fehler eindeutig bei den Eltern liegt.

 

In der Sendung wurde von einem 15- jährigen Mädchen berichtet, das die Schule nur gelegentlich besuchte und desweilen lieber anderen Aktivitäten nachging. Selbst der Hauptschulabschluss war aufgrund ihrer mangelnden Leistungen in weite Ferne gerückt.

Deshalb bekamen sie und ihre Mutter eines Tages Besuch vom Schul-Coach. Während eines längeren, gemeinsamen Gespräches, das der Coach mit den beiden führte, erzählte die Mutter, dass sie keinerlei Einfluss auf ihre Tochter habe und diese sowieso nur das machen würde, worauf sie gerade Lust habe. Daraufhin reagierte das Mädchen etwas bockig und stürmte anschließend aus der Wohnung. Der Coach hatte eine typische Reaktion des Teenagers miterlebt.

Diese Situation nutzte der Coach, um das Gespräch allein mit der Mutter fortzusetzen.

Allem Anschein nach war die Frau, selber etwa 40 Jahre alt, selber noch nicht ganz erwachsen geworden und wirkte neben dem Coach geradezu hilflos.

 

Bei der Antwort auf die folgende Frage, fielen wir vor Lachen beide fast vom Sofa...

Der Coach wollte wissen, wie es denn nun weitergehen solle. Sie hatten sicher zehn Minuten lediglich über das Mädchen gesprochen.

Allerdings formulierte er seine Frage etwas doppeldeutig: „Wohin soll denn die Reise gehen?“.

Darauf antwortete die Frau:“ Na, an den Tegernsee!“.

Hätte man ihr einfach eine gute Reise wünschen sollen oder ihr vielleicht besser raten sollen, sich intensiver um ihr Töchterchen zu kümmern?